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28.09.2020

4 Fragen an das zukünftige Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Westeifel eG, Manfred Heinisch

Foto Heinz-Günter Boßmann: Manfred Heinisch wird bald in den Vorstand aufsteigen

Foto Heinz-Günter Boßmann: Manfred Heinisch wird bald in den Vorstand aufsteigen

Arzfeld (boß) Die Banken im Wandel der Zeit. Am 1. Oktober 2021 wird der Prokurist und Bereichsleiter sowie Dipl.-Bankbetriebswirt Manfred Heinisch (40) in den Vorstand der Raiffeisenbank Westeifel berufen.

Die junge Führungskraft und Vater von zwei Kindern stellt sich bereits ein Jahr vor der Übernahme dieses verantwortungsvollen Amtes den Fragen der Nachrichtenagentur INPUT-Medien. Besonders wichtig ist ihm, wie er sagt, dass bei allem Handeln und Tun der Kunde im Mittelpunkt steht und dass immer in seinem Interesse gearbeitet und mit Kundennutzen entschieden wird.

INPUT:    Was hat Sie vor 20 Jahren motiviert, eine Ausbildung als Bankkaufmann zu machen?

Manfred Heinisch: Nach der 10. Klasse habe ich die zweijährige höhere Fachschule für Wirtschaft und anschließend mein Fachabitur in Wirtschaft abgeschlossen. Daher waren die Interessen bereits früh klar. Im Jahr 1999 und 2000 kam dann noch der Boom der Telekomaktien hinzu, was mich persönlich begeistert hat. Das wollte ich verstehen und tiefer hinterfragen. Bei uns im Ort hat mich zur gleichen Zeit Herr Alfons Kockelmann gefragt, damaliger Vorstand der Raiffeisenbank Westeifel eG, ob ich nicht Interesse habe bei seiner Bank eine Ausbildung zu absolvieren. Das hat mich sehr geehrt, und so kam ich zur Raiffeisenbank Westeifel eG und zur Ausbildung des Bankkaufmanns.

INPUT:  In Ihrem Hause gibt es eine Abteilung, die Kunden zwischen 16 und 27 Jahren in allen Finanzangelegenheiten berät: Was war der Grund, diese Zielgruppe genauer in den Focus zu nehmen.

M.H.: Diese Altersklasse ist die Zukunft von Morgen. Gerade in dieser Lebensphase ist ein vertrauensvoller Partner in allen Finanzangelegenheiten besonders wichtig. In dieser Zeit stehen bei den jungen Erwachsenen viele Entscheidungen an, die besprochen werden müssen. Sei es Studium oder der Wohnungsbau. Daher möchten wir noch näher an der Personengruppe der jungen Erwachsenen dran sein, um sie in dieser Phase eng zu begleiten.

INPUT: Wo sehen Sie demnächst als Vorstand der Raiba Westeifel Ihre persönlichen, zukünftigen Schwerpunkte in dieser Funktion?

M.H.: Als Vorstand für den Bereich Produktion und Steuerung möchte ich weiter die Prozesse optimieren, damit sie schnell, sicher und störungsfrei laufen. In einer immer agiler und digitaler werdenden Zeit, ist das die Grundlage für ein gutes und schnelles Arbeiten und Miteinander zwischen Bankmitarbeiter und Kunde. Daneben verstehe ich die wichtige Aufgabe, ein kooperativer Dienstleister für alle Marktbereiche zu sein. Dabei ist mir besonders wichtig, dass bei allem Handeln und Tun der Kunde im Mittelpunkt steht. Dass immer in Kundeninteresse gearbeitet und mit Kundennutzen entschieden wird. 

INPUT: Sie sind dann mit 41 Jahren noch ein junger Bankenvorstand und sind noch über 20 Jahre beruflich tätig. Haben Sie eine Vision, wie eine Regionalbank in 20 Jahren aussehen könnte?

M.H.: 20 Jahre ist schon eine sehr lange Zeit. Ich gehe davon aus, dass sich in den nächsten fünf Jahren auf jeden Fall die Bankenwelt noch schneller ändert, als in den vergangen 20 Jahren. Dabei spielt natürlich die Digitalisierung eine große Rolle. Diese wird uns in vielen Arbeitsschritten helfen und viele Dinge erleichtern. Hier werden in den nächsten fünf Jahren die Grundsteine für die weitere Zukunft gelegt. Ich gehe davon aus, dass wir in 20 Jahren nicht mehr so viele flächendeckende Filialen haben werden, gehe aber auch davon aus, dass die regional verwurzelten Kreditinstitute weiter ein großer Bestandteil in der Bankenwelt sein werden. Denn die Nähe zum Kunden ist essenziell. Das persönliche Gespräch in einigen Lebensphasen kann und wird nicht durch die Digitalisierung ersetzt werden. Weiter gehe ich davon aus, dass die Banken in 20 Jahren nicht nur das Geschäftsfeld Finanzen anbieten werden. Die Zinsniedrigpolitik wird uns weiter begleiten. Somit fällt das Kerngeschäft weg und es müssen zwangsläufig neue Geschäftsfelder geöffnet werden.
Vielleicht hat in 20 Jahren bereits jeder ein Chip im Handgelenkt, mit dem man alle Bankgeschäfte leicht, sicher und ortsunabhängig tätigen kann.

Das Interview führte Heinz-Günter Boßmann