MENÜ
Prüm eifelstark
Einkaufsführer A-Z
06.09.2019

Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau ab sofort Wolfspräventionsgebiet

Archivfoto Heinz-Günter Boßmann: Förderungen zum Herdenschutz von Schafen sind ab sofort möglich

Archivfoto Heinz-Günter Boßmann: Förderungen zum Herdenschutz von Schafen sind ab sofort möglich

Prüm/Gerolstein/Adenau/Mainz (red/boß) Der Wolf ist im Anmarsch. Aufgrund von Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen (NRW) weist Rheinland-Pfalz (RLP) Regionen im Grenzgebiet als Teilpräventionsgebiet aus.

„Rheinland-Pfalz weist vorsorglich die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau als Pufferzone bzw. Teilpräventionsgebiet aus. Dort ansässige Tierhalter mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehegen können ab sofort Förderungen zum Herdenschutz bei der Stiftung für Natur und Umwelt (SNU) beantragen“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) heute in Mainz. Grund für die Ausweisung ist, dass das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn in Nordrhein-Westfalen in Teilen auch die Landesgrenze von Rheinland-Pfalz berührt.

Das Umweltministerium in NRW hat nach Wolfssichtungen und genetischen Nachweisen im Juli dieses Jahres das Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn samt einer Pufferzone ausgerufen. Denn es geht davon aus, dass sich dort ein männlicher Wolf niedergelassen hat. Dieser ist bisher noch nicht in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden, allerdings können Wölfe durchaus weite Strecken zurücklegen. Eine Überschreitung der Landesgrenze ist somit möglich.

Schaf-, Ziegen- und landwirtschaftliche Gatterwildhalter im Teilpräventionsgebiet können daher Förderungen von bis zu 100 Prozent für Präventionsmaßnahmen wie Zaunmaterialien in Anspruch nehmen. „Auf diese Weise wollen wir einen flächendeckenden Herdenschutz erreichen und die Halterinnen und Halter unterstützen“, so Höfken weiter.