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07.02.2020

Umweltministerin Ulrike Höfken besuchte alternative Energieanlagen in Prüm und Bitburg

Prüm/Bitburg/Mainz (red/boß) Im Sinne des Klimaschutzes. Im Bereich Wärme und Energie hat sich Umweltministerin Ulrike Höfken aus Biersdorf am See heute über Projekte im Eifelkreis Bitburg-Prüm informiert.

Vorgestellt wurde der Nahwärmeverbund 1 auf Hackschnitzelbasis an der Kaiser-Lothar-Realschule plus im Gebäude der ehemaligen Hauptschule in Prüm. Diese Anlage wurde bereits in der Zeit 2009 - 2012 errichtet und heizt den Alt- und Neubau der Berufsbildendenden Schule, die Kaiser-Lothar-Realschule plus mit Sporthalle und die ehemalige Wandalbert-Hauptschule incl. Sporthalle. Die Gesamtwärmeleistung des Nahwärmeverbundes  beträgt 2.200 MHW. Insgesamt sind 935 Meter Leitungslänge verbaut worden. Die Gesamtbaukosten betrugen seinerzeit rund 1,250 Millionen Euro, wovon 685.000 Euro bezuschusst wurden.

Dann ging es zum Nahwärmeverbund 2 auf Biogas-BHKW-Basis mit Strom-/Wärmeproduktion in der Prümtalstraße für das Kurcenter mit Schwimmbad und das Reginogymnasium in Prüm. Der Einrichtungszeitraum ging auf das Jahr 2010 bis 2012 zurück. Die Gesamtwärmeleistung beträgt 1.800 MWH. Insgesamt sind 1.000 Meter Leitungslänge verbaut. Hier beliefen sich die Gesamtbaukosten auf 900.000 Euro. Dafür gab es Zuwendungen von 315.000 Euro. Gespeist wird das Blockheizkraftwerk in der Prümtalstraße über unterirdische Leitungen von der Biogas-Anlage aus dem rund 4,5 km entfernten Giesdorf.

Außerdem informierte sich die Ministerin in Bitburg über die Wärmeversorgung der Berufsbildenden Schule und die energetische Sanierung der Otto-Hahn-Realschule.

Umweltministerin Ulrike Höfken zeigte sich angetan von dem Leistungsangebot in Prüm für die Schulen und das Kurcenter, welches vom Geschäftsbereichsleiter der Kreisverwaltung, Martin Olinger, und Versorgungsingenieur Achim Schneider Kompetenz und verständlich präsentiert wurde. Dazu die Ministerin gegenüber unserer Zeitung: "Die Energiewende ist eine riesige Chance für ländliche Räume. Die generierte Wertschöpfung unterstützt die kommunale Daseinsfürsorge und erhält damit die Lebensqualität vor Ort. Um die Energiewende erfolgreich auf allen Ebenen umzusetzen, muss sie auch dezentral organisiert und von vielen Schultern gleichzeitig getragen werden."
Übrigens ist der Eifelkreis Bitburg-Prüm landesweit führend beim Angebot der regenerativer Wärme-Energieversorgung.

Seinen thematischen Abschluss findet der Tag mit der Nachmittagsveranstaltung "Kommunale Entwicklung durch Handeln im Klimaschutz" am Freitag, 7.2.2020 um 16 Uhr im Hotel Eifelbräu in Bitburg mit Kontaktmesse und Podiumsdiskussion zum Thema "Klimaschutz und Energiewende für die kommunale Zukunft".

Heinz-Günter Boßmann

Hackschnitzelheizwerk in der ehemaligen Hauptschule
Technische Erklärungen für die Umweltministerin im Detail von Versorgungsingenieur Achim Schneider und Martin Olinger von der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm
Umweltministerin Ulrike Höfken (M) bei der Präsentation der Hackschnitzelanlage in der ehemaligen Hauptschule in Prüm
Dach wird geöffnet
Fachsimpeleien
Blick in das Hackschnitzellager
Im Blockheizkraftwerk in der Prümtalstraße
Biogasanlage Giesdorf
Biomasse