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09.06.2020

Eifelkreis-Landrat Dr. Joachim Streit soll Listenführer der Freien Wähler in Rheinland-Pfalz werden

Archivfoto Klaus Finken: Landrat Dr. Joachim Streit (r.) im INPUT-Interview mit Heinz-Günter Boßmann auf der Prümer Grenzlandschau 2017

Archivfoto Klaus Finken: Landrat Dr. Joachim Streit (r.) im INPUT-Interview mit Heinz-Günter Boßmann auf der Prümer Grenzlandschau 2017

Bitburg-Prüm/Mainz (boß) Wohl eine der letzten Chancen für höhere Aufgaben für den Bitburg-Prümer Landrat. Die Spatzen pfiffen es schon länger aufgrund der offensiven Öffentlichkeitsarbeit der letzten Monate von den Dächern.

Spitzenkandidat der Freien Wähler für die rheinland-pfälzische Landtagswahl am 14. März 2021 soll der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Dr. Joachim Streit, werden. Das berichtet der SWRtext.
Wegen der Corona-Krise soll der Nominierungsparteitag am 27. Juni unter freiem Himmel in seiner Heimatstadt Bitburg stattfinden, wo Streit vor seiner Landratswahl von 1996 bis 2009 Bürgermeister war.

Zuletzt machte der Kommunalpolitiker und Jurist in den überörtlichen Medien auf sich aufmerksam, als er bei einer Kundgebung für die Aufhebung der Grenzkontrollen auf der deutsch-belgischen Ourtalbrücke Stupbach zwischen Lützkampen (D) und Burg Reuland (B) bei Kaffee und Kuchen seinen 55. Geburtstag feierte.

Bisher waren die Freien Wähler noch nicht im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten und erhielten bei der letzten Wahl im Jahr 2016 nur 2,2% der Stimmen. Für den Einzug in das Mainzer Parlament benötigt man bekanntlich mindestens 5%, so dass die Stimmanteile beim nächsten Mal mehr als verdoppelt werden müssten. 

Die Freien Wähler wollen nach einem jüngsten Parteitagsbeschluss in Konkurrenz zu den im Landtag vertretenen Parteien SPD, CDU, AfD, FDP und Grüne treten.
Die Spekulationen sprießen: Würden die Freien Wähler es diesmal schaffen und CDU oder SPD bei ihnen evtl. einen Mehrheitsbeschaffer finden, wären die Aussichten groß, dass Listenführer Joachim Streit vom Landrat zum Minister aufsteigen könnte. Dies hatte er seinerzeit bei einem Hintergrundgespräch weder bestätigt noch dementiert.

Landrat Streit war im September 2017 mit über 88% in seinem Amt bestätigt worden und ist bis 2025 gewählt. Im Falle der Übernahme eines Landtagsmandats müsste er natürlich zurücktreten und ein neuer Landrat für den Eifelkreis gewählt werden. Eventuelle Kandidaten stehen schon in den Startlöchern.

Heinz-Günter Boßmann