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Prüm eifelstark
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27.05.2019

Die beiden Wählergruppen haben im zukünftigen Prümer Stadtrat die absolute Mehrheit

Prüm (boß) Das ist ein Novum in der Stadtratsgeschichte. Die Prümer Bürgerbewegung e.V. (PBB – 30,61%) und die Liste Maselter (FWG – 21,71%) errangen bei der Stadtratswahl als Fraktionsgemeinschaft

die absolute Mehrheit gegenüber den großen Volksparteien CDU (35,46%) und SPD (12,22%). Zudem stellt die PBB zukünftig mit Johannes Reuschen den Prümer Stadtbürgermeister.

Wer die politische Landschaft in den letzten Jahren aufmerksam beobachtet hat, konnte die Wechselstimmung in den letzten Monaten förmlich hören und spüren. Für die einen – schaut man sich die Kandidaten an - einfach ein Generationswechsel, für die anderen die Sehnsucht nach einem neuen Politikstil. Allerdings ist immer wieder bei den Stadtratsbeschlüssen der jüngeren Vergangenheit die Geschlossenheit und Einstimmigkeit beschworen worden, die man vordergründig häufig in der Außendarstellung - auch gegenüber der Presse - kommunizierte.

Aber es brodelte bei dem einen oder anderen Thema im Untergrund, wenn man den der Redaktion vorliegenden Leserreaktionen und Bürgerkommentaren Glauben schenken darf.

Die Abwahl der Bürgermeisterin und der Stimmenschwund bei der CDU dürften nicht auf große Misserfolge der Vergangenheit zurückzuführen sein, sondern an der Großwetterlage und an der Atmosphäre liegen. Und dies ging wohl an dem einen oder anderen Bürger nicht spurlos vorüber.

Gemäß der französischen Heroldsformel „Der König ist tot, es lebe der König“ musste der Nachfolger nicht lange auf entsprechenden Zuspruch - „Lieber Johannes“ - warten. Das klingt hoffnungsvoll, denn wie sagte einst ein bekannter Bundesligatrainer: „Das Lebben geht weiter“.

Heinz-Günter Boßmann

Dazu der designierte Bürgermeister Johannes Reuschen (PBB):
"Es ist toll, dass die FWG Prüm Liste Maselter und die PBB so gut abschneiden konnten. Es freut mich besonders für unsere Kandidatinnen und Kandidaten. Die wollen sich nun im Rat und den Ausschüssen für Prüm engagieren.
An meiner Art Politik für Prüm zu machen werde ich gar nichts ändern. Ich werde auch nicht einfach durchregieren, sondern immer versuchen einstimmige Ratsbeschlüsse zu erreichen.
Ich verstehe mich als Moderator, der die Ideen liefert und die Diskussion im Rat leitet. Die Beschüsse werden von den Ratsmitgliedern als die gewählten Vertreter der Bürgerinnen und Bürger gefasst."

Der Prümer Stadtrat verfügt über insgesamt 22 Sitze:
CDU -2, SPD -1, Wählergruppe Maselter gleichbleiben, PBB +3

Die Ergebnisse der Prümer Stadtratswahl: Zahlen - Fakten - Namen

Foto Heinz-Günter Boßmann: Johannes Reuschen will als neuer Bürgermeister im Stadtrat Moderator sein
Grafik VGV: Wahlergebnis Stadtrat Prüm
Sitzverteilung des neuen Stadtrates
Die neuen Stadtratsmitglieder