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08.07.2020

Neues Pestkreuz auf dem Münsterberg zwischen Gondenbrett und Prüm nimmt Formen an

Archivfoto Hilde Boßmann: Das alte Pestkreuz vom Münsterberg steht seit 1984 auf dem Friedhof in Gondenbrett

Archivfoto Hilde Boßmann: Das alte Pestkreuz vom Münsterberg steht seit 1984 auf dem Friedhof in Gondenbrett

Gondenbrett (red/boß) Gute Nachrichten aus dem Mehlental von der Planung zu einem Gedenkkreuz auf dem Münsterberg bei Gondenbrett (PRÜM AKTUELL berichtete). Die Finanzierung des Vorhabens ist gesichert. Worum geht es?

Dazu die Initiatorin Maria Braus aus Gondenbrett: "Im Jahre 1519 suchte eine verheerende Pestepidemie das Prümer Land heim. So berichtet es der Mönch Servatius Otler in seiner Chronik der Abtei Prüm.
500 Jahre später planen die Orts- und Kirchengemeinde Gondenbrett an der Stelle des damals errichteten Gondenbretter Pestkreuzes ein neues Kreuz aufzustellen. Das alte, im Ursprungszustand gut erhaltene Kreuz wurde in den 1980ziger Jahren auf den Friedhof Gondenbrett verbracht.

Der Wittlicher Steinmetz- und Bildhauermeister Sebastian Langner, der auch kürzlich die Gedenkstele für die Opfer der jüdischen Gemeinde Bitburgs geschaffen hat, hat ein Wegekreuz aus rotem Kyllsandstein und Mendiger Basaltlava entworfen. Die Stele bietet damit eine originelle und moderne Interpretation des Themas.
Mit der Unterstützung des Landkreises Bitburg-Prüm kann das Vorhaben realisiert werden.
Das Kreuz wird sowohl auf dem Weg der Wanderer des Panoramaweges Prüm-Gondenbrett, des Schneifelpfades (Seitenschleife des Eifelsteigs) als auch des Jakobspilgerweges, der zum Weltkulturerbe gehört, liegen. Diese Wege sind überregional sehr bekannt und werden gut frequentiert", so Maria Braus abschließend. 

Archiv Peter Thielen: Das Foto von 1994 zeigt den Altbürgermeister von Gondenbrett Peter Thielen - Vater des derzeitigen 1. Beigeordneten Christof Thielen - am ehemaligen Standort des Pestkreuzes auf dem Münsterberg. In den abgebildeten Baum, der neben dem Münsterbergkreuz stand, hatte der Blitz eingeschlagen.
Ein tiefgründiges Symbol... Der Baum wurde später gefällt.

Dazu schreibt Monika Rolef, die  Ideengeberin
"Danke für die gute Nachricht, dass die Gondenbretter für das "neue" Pestkreuz nun einen guten Unterstützer gefunden haben und dass das "Finanzielle" gesichert ist. Da hat sich der Einsatz wirklich gelohnt. Dank an die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm für ihre finanzielle Unterstützung.
Bald wird das Denkmal auf dem ursprünglichen Platz Aufstellung finden. Und sicherlich wird dann so mancher Gondenbretter / Wascheider  und Walcherather Bürger dem Mahnmal einen Besuch abstatten - aber auch Prümer und viele andere - um hier eine Gedenkpause einzulegen. Natürlich werden auch die Pilger, die hier vorbeimarschieren, an dieser Stelle hin und wieder Halt machen und sich besinnen. Hinweisschilder und eine Ruhebank sind bestimmt auch im Plan.
Danke, an Maria und Klaus-Robert Braus, dass Ihr die Initiative in die Hand geholt habt, aber auch für die perfekte Pressearbeit von PRÜM AKTUELL.
Weiter so, denn Gondenbrett ist einen Besuch wert."