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12.12.2019

8 Fragen an Pastor Clemens Ruhl zum Thema "Neue Lebensphase"

Archiv INPUT-Medien: Der Weg ist das Ziel

Archiv INPUT-Medien: Der Weg ist das Ziel

Frage PRÜM AKTUELL: Ist es richtig, dass Sie zum 1. Februar Prüm verlassen wollen?

Clemens Ruhl: Ich sage es mal so, es ist richtig, dass ich zum 1. Februar meinen Dienst als evangelischer Pfarrer in Prüm beenden werde. Wir planen, in der Region zu bleiben, da ich keine andere gemeindliche Pfarrstelle antreten werde.


Frage: Seit wann waren Sie Pastor der evangelischen Gemeinde Prüm?

C.R.: Dann sind es auf den Tag genau acht Jahre. Wir sind am 1.2. 2012 bei minus 17 Grad eingezogen.
 
Frage: Was waren Ihre eindrucksvollsten Erlebnisse?

C.R.: Sorry, aber DAS eindrucksvollste Erlebnis muss ich mir leider aufheben für meinen letzten Gottesdienst am 19.01.2020. Ansonsten gehören dazu das Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation. Auf dem Konfi-Camp in Wittenberg kamen unsere Jugendlichen zur Einzelsegnung zu mir, das fand ich auch sehr bewegend. Außerdem ist für die neue Orgel in der Evangelischen Kirche bereits die Hälfte der Kosten durch Spenden zusammen gekommen. Alle Achtung und herzlichen Dank an alle Spender!
 
Frage: Was hätte besser laufen können?

C.R.: Ich spreche mal für mich. Ich bin ein Mensch, der gut zuhören kann, manchmal zu gut. Daher beziehe ich vieles auf mich. Für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, dass ich auch mal ganz gezielt weghören lerne.
 
Frage: Können Sie schon darüber sprechen, wo die Reise hingeht?

C.R.: Ich stelle derzeit die Weichen für meine berufliche Zukunft neu, aber ich habe noch kein Signal, wann und wo "diese Reise losgehen" kann.
 
Frage: Gibt es einen Grund für die Veränderung, den Sie öffentlich machen können?

C.R.: Ich möchte mit einem Bild antworten. Ich bin der Kapitän gewesen auf einem Schiff, das sich Gemeinde nennt. Manchmal ist es Zeit für einen neuen Kapitän, und manchmal ist es Zeit für den Kapitän, über neue Aufgaben nachzudenken.

Frage: Wo wollen Sie privat in Ihrem neuen Leben Schwerpunkte setzen?

C.R.: Wahrscheinlich habe ich ja in nächster Zeit auch ein bisschen mehr Zeit. Ich hoffe auf einen Beruf mit geregelten Arbeitszeiten, und wenn ich bei der Arbeit die Tür abschließe, dass ich dann auch "fertig bin mit der Arbeit" und nichts mit in die Nacht nehme. In der Zeit will ich den Prümer Schachverein noch ein bisschen nach vorne bringen, widme mich mehr der Musik und schreibe vielleicht noch ein Buch über das Wandern.

Frage: Haben Sie noch einen Wunsch für die Gemeinde?

C.R.: Ich wünsche der Gemeinde, dass sie gut aufgestellt in die nächsten Jahre gehen kann. Es sind so viele Menschen, die sich mit Herz und Liebe - und nicht zu vergessen mit viel Zeit - einbringen. Das kann man sich nicht oft genug vor Augen halten. Als ich vor 8 Jahren in die Gemeinde kam, da war mein erklärtes Vorhaben, dass alle mit Freude und Erfüllung in dieser Gemeinde arbeiten. Ich wünsche ihr, dass das auch in Zukunft gelingt.

Das Interview führten Frank Kirsch und Heinz-Günter Boßmann