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03.09.2019

Schülerinnen und Schüler der Prümer Schulen gedachten der Explosionskatastrophe vom 15. Juli 1949

Prüm (red/boß) Am 15. Juni 2019 gedachte die Stadt Prüm, die Bürgerinnen und Bürger sowie das Umland in einer eindrucksvollen Veranstaltung des traumatischen Ereignisses vor genau 70 Jahren.

Damals war das riesige Munitionsdepot der französischen Besatzungsmacht am Kalvarienberg aus noch immer ungeklärten Ursachen in die Luft geflogen. Das Ereignis hatte die Stadtbevölkerung, die sich allmählich von den verheerenden Folgen des 2. Weltkrieges erholte, erneut in Angst und Schrecken versetzt.
Die traurige Bilanz: zwölf Tote, viele schwer und leicht Verletzte sowie immense Schäden im ganzen Stadtgebiet.

Da diese Gedenkveranstaltung während der Sommerferien stattfand, konnte die wichtige Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler nur sehr schwer erreicht werden. Deshalb folgten die Prümer Schulen der Anregung von Monika Rolef und trafen sich am 28.08.2019 in der 5. und 6. Schulstunde erneut zum Gedenken in der Basilika. Der Schulleiter der Grundschule, Arnold Gierten, begrüßte die Schüler-Delegationen des Vinzenz-von-Paul-Gymnasiums, des Regino-Gymnasiums, der Kaiser-Lothar-Realschule Plus, der Astrid-Lindgren-Schule, der Bertrada-Grundschule und der Berufsbildenden Schule.

Schon bei der Gedenkveranstaltung am eigentlichen Jahrestag hatte der Filmbeitrag, den Erich Reichertz gründlich recherchiert und aufwändig bearbeitet hat, wertvolle Dienst geleistet. Die Fülle des eindrucksvollen Materials machte auch den Schülerinnen und Schülern das ganze Ausmaß der Katastrophe sehr eindrücklich erfahrbar.

Im Anschluss an den Film berichteten als Zeitzeugen Monika Rolef, Diakon Horst Klein und Pater Norbert Tix aus erster Hand, wie das Unglück damals über die Stadt Prüm hereinbrach und wie sie dies als Kinder erlebten. Aufmerksam und in konzentrierter Ruhe verfolgten die Schülerinnen und Schüler den Film sowie die Zeugenaussagen und nahmen die Gelegenheit wahr, Fragen zu stellen.

„Mache dich auf und werde Licht“ war eine Kernaussage des Gebets, mit dem Pfarrer Clemens Ruhl die Gedenkstunde in einen geistlichen Kontext stellte. Darin steckt auch der Auftrag, die Dunkelheit des Hasses und der Gewalt nie wieder zuzulassen. 

Das Bild aufgreifend, zündeten die Schüler während der Fürbitten, die Pater Norbert Tix vortrug, für jeden einzelnen der zwölf verstorbenen Mitbürger eine Kerze an – Gedenkkultur im besten Sinne.

Presse Regino-Gymnasium - Martin Leineweber

Fotos Martin Leineweber: Geschichte wurde lebendig bei der Gedenkfeier der Prümer Schulen zur Explosionskatastophe
Zeitzeugin Monika Rolef
Zeitzeuge Horst Klein
Zeitzeuge Norbert Tix
Prümer Schulen haben sich zum Erinnern versammelt