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10.06.2019

Neue Statue des Malerpastors Christoph März enthüllt

Eschfeld (js/boß)150 Jahre sind vergangen, seit die Pfarrkirche in Eschfeld erbaut wurde. Ihren weithin großen Ruhm verdankt sie dem Malerpastor Christoph März, der den gesamten Innenraum

in ein einziges Kunstwerk fasste. Nunmehr feierte die Pfarrei ein Jubiläumsfest, an dem auch durch die Enthüllung einer Großskulptur des berühmten Eschfelder Priesters gedacht wurde. Schöpfer des Bildnisses ist Peter Weiland aus Irrhausen, dem die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Mechthild Marx, sowie Ortsbürgermeister Peter Marx nebst zahlreichen anderen Gästen herzlich zu dem Werk gratulierten.

Die Eschfelder feierten nach einem gemeinsamen Gottesdienst in "St. Luzia" ein frohes Fest - gefüllt mit Freude und berechtigtem Stolz. Die Dorfgemeinschaft ist weithin bekannt für großen Gemeinschaftssinn und reges Engagement. Weilands Skulptur am Eingang zum Kirchbereich ist ein weiteres Zeichen religiösen Bekenntnisses und kultureller Vielfalt in dem 180 Einwohner zählenden Dorf.
 
Die neugotische Kirche St. Luzia in Eschfeld wurde 1869 erbaut. Als Christoph März 1899 hier Pastor wurde, beschloss er, die neue, aber schmucklose Kirche zu verschönern und auszumalen. 1906 entstand sein erstes Deckengemälde „David mit der Harfe“. 15 Jahre später beendete er die prunkvolle Ausmalung der Kirche mit dem Motiv „Eschfelder Sintflut“. Nach Fertigstellung der Eschfelder Kirche gestaltete er einige Kapellen in den Nachbargemeinden. 1931, erst 64-jährig, starb der Pastor bei der Ausmalung des Pfarrhauses. Er stürzte vom Gerüst und erlag seinen inneren Verletzungen. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof neben der Kirche.
 
Joachim Schröder

Fotos Joachim Schröder: Bildhauer Peter Weiland (r.) erläutert die neue Statue
In Memoriam Malerpastor Christoph März
Blick in den Innenraum der komplett ausgemalten Eifelkirche