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01.04.2019

„Schneifeldom“ in Bleialf steht vor umfassender Dachstuhl-Sanierung

Bleialf (red/boß) Im sogenannten „Schneifeldom“ in Bleialf sind bekanntlich tragende Balken im Dachstuhl überlastet und teilweise eingeknickt. Weil die große Tonnengewölbe-Rabitzdecke am Dachstuhl aufgehängt ist,

wurde der Kirchenraum teilweise für Besucher gesperrt.
"Die Herausforderung für die Pfarrgemeinde ist enorm, denn eine Sanierung ist bautechnisch wie finanziell nicht leicht zu stemmen“, so Willi Leinen, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrverwaltungsrates. „Vielen Bürgerinnen und Bürgern in Bleialf und Umgebung brennt die Frage nach der Sanierung auf den Nägeln, und sie möchten wissen, wie lange die Kirche noch gesperrt ist. „
Kürzlich hat ein Treffen mit allen Verantwortlichen stattgefunden: Verwaltungsrat, Bistumsarchitektin, Architekt und Statiker hatten sich in der Schneifelgemeinde versammelt. Bereits zuvor hatten sich die Fachleute auf ein realistisches Sanierungskonzept geeinigt, das sie dem Verwaltungsrat vorgestellt haben. Im Prinzip geht es um den Einbau eines Stahlgerippes, um den überlasteten Dachstuhl samt der Drahtputzdecke damit abzufangen und die Lasten korrekt auf das Mauerwerk abzutragen. Hierzu muss das Dach im Traufenbereich abgedeckt und geöffnet werden, um die Stahlbauteile einzubringen und einen Ringanker auf der Mauerkrone aufzubetonieren. Zum Schutz der Drahtputzdecke vor schädlicher Nässe muss ein Außengerüst aufgestellt und daran ein Notdach installiert werden, das die gesamte Dachfläche des Mittelschiffs überdeckt. Die Arbeiten können daher auch nur in der trockenen und sturmfreien Jahreszeit durchgeführt werden.
Bevor jedoch die Handwerker beginnen können, müssen die Planer ihre Arbeit machen: Der nächste Schritt wird die vollständige Erfassung der vorhandenen Konstruktion sein. Mit diesen Daten können Architekt und Statiker die genauen Maße und Einbauorte der Hilfskonstruktion festlegen. Daraus wiederum ergibt sich die Kostenermittlung für die unterschiedlichen Gewerke, mit deren Hilfe die Kirchengemeinde den Finanzzuschuss des Bistums beantragen kann. Die Abgabefrist ist immer Mitte des laufenden Jahres für alle großen Maßnahmen, die im Folgejahr begonnen werden sollen.
„Unser Ziel ist daher, Mitte 2019 den Antrag stellen zu können“, so Willi Leinen. „Mitte des Jahres werden wir also aller Voraussicht nach die Planung samt Kostenermittlung haben. Es wird dann eine Informationsveranstaltung geben, zu der wir alle Interessierten einladen. Uns steht hier eine sehr große Herausforderung bevor! Wir haben aber den Eindruck, dass die Sache auf einem guten Weg und machbar ist.“
„Am Ende wird es natürlich auch eine Geldfrage sein - bei der nach wie vor klammen Haushaltslage der Kirchengemeinde Bleialf haben wir so gut wie keine freien Mittel einzusetzen und sind daher auf jede mögliche finanzielle Unterstützung angewiesen. Sollte das Bistum uns zusätzlich zum Regelzuschuss von 60% noch den Sonderzuschuss von 20% gewähren, rückt das Ziel zwar in erreichbare Nähe - aber es bleiben dann noch immer 20% der Gesamtkosten durch die Kirchengemeinde zu finanzieren. Ob also die Handwerker im Frühjahr 2020 oder 2021 beginnen können, wird sich letzten Endes am Geld entscheiden“, so Pfarrer Jochen Kohr und Willi Leinen für den Verwaltungsrat abschließend.