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04.10.2020

Redaktionstreff bei PRÜM AKTUELL brachte viele neue Erkenntnisse - 5 Fragen an Landrat Streit

Foto Hilde Boßmann: Coronagerecht traf man sich in der "Außen-Redaktion" von PRÜM AKTUELL unter freiem Himmel zum INPUT-Talk

Foto Hilde Boßmann: Coronagerecht traf man sich in der "Außen-Redaktion" von PRÜM AKTUELL unter freiem Himmel zum INPUT-Talk

Prüm (boß) Kürzlich besuchten Landrat Dr. Joachim Streit, Stadtbürgermeister Johannes Reuschen und Gewerbevereinsvorsitzende Daniele Haas die Redaktion der Nachrichtenagentur INPUT-Medien.

Redaktionsleiter Heinz-Günter Boßmann gab den Gästen einen Überblick über die Arbeitsweise einer Nachrichtenredaktion mit den Schwerpunkten Internet und PRÜM AKTUELL.
Der Online-Auftritt des örtlichen Stadtmarketings und Gewerbevereins läuft bereits nach technischer und journalistischer Entwicklungsarbeit seit fast 20 Jahren mit großem Erfolg. Man hat sich mittlerweile mit einem kleinen, ehrenamtlichen Team als feste Informationsquelle etabliert und mit lokalen Nachrichten, Veranstaltungshinweisen und umfassenden Gewerbeinformationen von 300 Besuchen monatlich im Januar 2002 bis auf heute über 300.000 im wahrsten Sinne des Wortes hochgearbeitet.

PRÜM AKTUELL wird täglich redaktionell von der Nachrichtenagentur INPUT-Medien Boßmann auf den neuesten Stand gebracht und wurde zum letzten Mal vor annähernd zwei Jahren von netpeak in einem aufwändigen Verfahren mobilgerecht gestaltet. Weitere Ausbauplanungen sind im Gespräch und werden noch im Laufe des Jahres umgesetzt.

Landrat Dr. Joachim Streit gab in diesem Zusammenhang folgendes Interview:

PRÜM AKTUELL: Wann kann man im Eifelkreis - und damit in Prüm - damit rechnen, dass die Haushalte, Betriebe und Schulen digital zeitgemäß mit schnellem Internet versorgt sind?

Joachim Streit: Die flächendeckende Versorgung der Haushalte mit 50 – z.T. 250 MB - ist bis Anfang 2021 angeschlossen. Bis dahin werden auch die Schulen mit 1 GB versorgt, und die Gewerbegebiete verfügen bis Anfang 2021 über Glasfaserversorgung verlegt bis zum Einzelbetrieb. (Anm.d.Red.: Große Erleichterung für PRÜM AKTUELL)

PRÜM AKTUELL: Wie gestaltet sich zurzeit die Corona-Epidemie im Eifelkreis Bitburg-Prüm?

J.S.: Die Corona-Epidemie nimmt im Eifelkreis bislang einen eher verhaltenen Verlauf. Die Neuinfektionen sind derzeit sehr niedrig. So hatten wir zum Beispiel kürzlich am 01.10.2020 neun infizierte Personen. Die Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt damit bei 5.

PRÜM AKTUELL: Reichen die örtlichen Kapazitäten – Gesundheitsamt, DRK, Krankenhäuser pp. - aus, falls die Zahlen zunehmen sollten und es zu einer zweiten Welle kommt?

J.S.: Das kommt auf die Ausprägung der zweiten Welle an. Die Verwaltung ist bereit, die Personalkapazitäten im Gesundheitsamt kurzfristig wieder „hochzufahren“. Zahlreiche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden zu diesem Zweck in der Kontaktermittlung geschult. Außerdem wurde der originäre Personalbestand im Gesundheitsamt ausgeweitet. Wir konnten eine weiter Ärztin gewinnen, wir werden Auszubildende im Bereich Gesundheitsaufsicht einstellen, haben eine Verwaltungsleitung implementiert und auch eine weitere Labormitarbeiterin eingestellt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass je nach Fallzahl der Neuinfektionen die Kontaktverfolgung nicht mehr suffizient geleistet werden kann. In den Krankenhäusern sind aktuell die Kapazitäten ausreichend.

PRÜM AKTUELL: Luxemburg und Belgien wurden wieder zum Risikogebiet erklärt: Wie lassen sich die Folgen für unsere Region abfedern?

J.S.: Die geplanten Ausnahmen für Luxemburger und Belgier, die eine Einreise aus grenznahen Risikogebieten bis zu 24 Stunden uneingeschränkt ermöglichen, sind eine praktikable Lösung. Das ermöglicht den Menschen aus unseren Nachbarländern Arztbesuche in Deutschland und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, obwohl auch dann noch die Bürger der Bundesrepublik bessere Bedingungen für die Einreise nach Luxemburg und Belgien haben. Sie dürfen sich für 72 Stunden dort ohne Einschränkungen aufhalten. Denkbar wäre auch die Berücksichtigung regionaler Besonderheiten durch das RKI wie z.B. die Unterscheidung nach Kantonen - etwa vergleichbar mit einem Landkreis. Durch eine solche Lösung könnte verhindert werden, dass pauschal das ganze Land von den Restriktionen betroffen wäre.

PRÜM AKTUELL: Was sind neben Corona zurzeit die größten Herausforderungen im Eifelkreis?
 
J.S.: Fachkräftemangel, Gesundheitsversorgung und Ärztemangel, Digitalisierung, Sanierung der Schulen und Bildungsinfrastruktur sowie Mobilität und ÖPNV.

Das Gespräch führte Heinz-Günter Boßmann