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Prüm eifelstark
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02.02.2019

Pflegeheim Teichstraße ging mit offiziellem Spatenstich an den Start

Prüm (boß) „Stein aufs Dach, Stein aufs Dach – das Häuschen muss bald fertig sein…“, hätte man beim offiziellen Spatenstich des neuen Prümer Pflegeheims singen können. Oder gar philosophisch

betrachtet „Was lange währt, wird endlich gut“.
Prüms unbeliebtes Parkdeck am Teichplatz könnte bald optisch gesehen ein Schmuckkästchen werden. Der 1. Spatenstich für ein millionenschweres Altenheim fand kürzlich im Beisein vieler Kommunalpolitiker, Ehrengäste und Bürger nicht auf einem Grundstück mit Erdhügel, sondern neben dem Bauprojekt in einem Schneehaufen statt. Die große Herausforderung: Die 2-stöckige Anlage wird auf dem Flachdach des bestehenden Parkdecks erbaut, das der Investor, die Firma PRIMUS Concept Unternehmensgruppe aus München, kürzlich für eine in die Hunderttausenden gehende Summe von der Stadt gekauft hat. Auf der Parkanlage war ursprünglich der Bau von Wohnhäuser vorgesehen.
Man hat’s beim Spatenstich förmlich plumpsen gehört und große Erleichterung bei der Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy beobachtet; gingen doch die Gesamtplanungen auf die 90er Jahre zurück und hatten bereits zwei Bürgermeister in ihren Amtszeiten verschlissen.
Es ist kein übliches Projekt, waren sich der Architekt Rolf Bläsius und der Investor Werner Schilcher (PRIMUS) einig, da man Alt mit Neu verbinden und dann auf einem Flachdach bauen muss. Denn immerhin soll die Anlage 112 Appartements enthalten, aufgeteilt in Einheiten für 90 stationäre Bewohner, 15 Kurz- und 11 Intensiv-Plätze, aufgelockert durch Marktplätze und Räume der Stille.
Und das Ganze solle in 12 bis 14 Monaten fertig sein, verkündete Bauträger Schilcher, allerdings – mit einem Blick auf den Bauunternehmer – könnten im einen oder anderen Fall zeitlich noch Verzögerungen dazwischenkommen.
Aber wenn das Gesamtteam – Investor, Planer, Bauunternehmer, Betreiber, Räte und Behörden - beim der Umsetzung so funktioniert, wie es beim Spatenstich beschworen wurde, muss es ein Erfolgsprojekt werden. Auf jeden Fall ein dickes Kompliment an Werner Schilcher, der den Mut hatte, auf Empfehlung von Architekt Rolf Bläsius das Vorhaben in der Eifel zu verwirklichen, obwohl er Prüm bis dahin nicht kannte.
„Man kann auch Miteigentümer am Pflegeheim werden, und wenn sich die Prümer dieses Angebot entgehen lassen, stehen bereits viele Interessenten bundesweit für die begehrte Pflegeimmobilie auf der Matte“, verriet Werner Schilcher.
Ähnlich wie bei Eigentumswohnungen können auch Pflegeeinrichtungen als einzelne Appartements verkauft werden. Die Anleger profitieren dann von einer besonders sicheren Form der Kapitalanlage und leisten zudem einen aktiven Beitrag gegen den Pflegenotstand.
Lustiges am Rande von zwei ehemaligen Stadtratsmitgliedern, die dem Parkdeck seinerzeit kritisch gegenüber gestanden hatten: „Ich hätte nie gedacht, dass auf dieses Parkdeck einmal ein Altenheim kommen wird. Aber es ist gut, dass die Sache nach 20 Jahren so ausgegangen ist.“ – „Jetzt kann man auch nachvollziehen, warum die Planer seinerzeit statisch eine so dicke Decke gebaut haben.“
Und nun hofft die Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy, dass die künftigen Schlagzeilen in der Presse besser sind, als die in den 90er Jahren. Den Deckel habe sie heute Morgen beim Vorbereiten ihrer Rede endgültig zugeschlagen.
Die PRIMUS Concept Gruppe ist nach eigenen Angaben ein Projektinitiator und Bauträger mit langjähriger Expertise im Bereich der Kapitalanlagen-Immobilien. In den letzten Jahren  hat sie sich zu einem der größten Anbieter für Pflegeimmobilien in Süddeutschland entwickelt. Mit annähernd 750 Wohneinheiten schafft PRIMUS Mehrwerte für Privatinvestoren und institutionelle Großanleger.
Wie zu erfahren war, belaufen sich die Investitionen auf einen deutlichen zweistelligen Millionenbetrag. Nicht zu vergessen, dass auch viele qualifizierte Arbeitskräfte, Lieferanten, der örtliche Handel und Dienstleister von der Anlage profitieren.
Damit hat Prüm mit dem Hahnplatz, der Basilika und dem Abteigebäude zurzeit drei zukunftsweise Großbaustellen.

Heinz-Günter Boßmann

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