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Prüm eifelstark
Einkaufsführer A-Z
01.08.2020

Blühendes "Welle Kättchen" am neuen Brunnen

„Sie war eine Tagelöhnerin“, so Monika Rolef von der Initiative Frauenschuh, „arbeitete auf den Gerbereien der Stadt und half den Prümern bei der Gartenarbeit.“ Monika Rolef von der Ritz erzählt weiter: „Mit ihrer Ziege und der Hotte, die immer mit Stallmist gefüllt war, marschierte sie täglich in ihren Garten auf die Rommersheimer Held. Auf ihrem Heimweg brachte sie dann Grünfutter und Brennmaterial mit. Kättchen war sehr fromm. Im Auftrag vieler Kranker pilgerte sie – den Rosenkranz betend – zum Kalvarienberg. Dabei vergaß sie nicht, auch bei der heiligen Brigida, der Patronin für das Vieh, in der Kapelle zu beten. Denn gerade Tiere lagen ihr besonders am Herzen. Kam Kättchen von ihren Touren zurück, wurden die Ziegen, von denen sie zwei besaß, am Duppborn getränkt. Das Besondere: Gerne rauchte sie „Dicken Tubbak“ (Strangtabak). Kättchen starb arm in ihrem Häuschen in der Ritz am 2. August 1921.“
Fotos Heinz-Günter Boßmann: Ein Prümer Original aus vergangenen Tagen
Wasser marsch