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Prüm eifelstark
Einkaufsführer A-Z
03.12.2019

Umzug des Prümer Krankenhauses aus der Innenstadt auf den Kalvarienberg - Krankenhausstandort Prüm ist unverzichtbar

Prüm (boß) "Gestern vor 35 Jahren (02.12.1984) sind wir vom alten St. Juppes in der Langemarckstraße (heutige Verbandsgemeindeverwaltung) in das neue Haus auf dem Kalvarienberg umgezogen.

Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein sehr bewegender Tag", erinnert sich Schwester Adelheid. "Ich habe noch 27 Jahre auf dem "Kalleberch" gerne gearbeitet. Leider habe ich kein Bild vom Umzug, denn damals hatte man ja noch kein Handy, um alles zu dokumentieren. Ich hätte auch keine Kraft mehr gehabt. Ich war mit einer Schülerin die letzte, die das alte Krankenhaus verlassen hat. Und oben ging's direkt weiter. Dort hatten wir eine wunderschöne Wochenstation mit Kinderzimmer und Kreissaal. Heute ist alles anders..."

Adelheid Zimmermann

INPUT:
Große Aufregung seinerzeit in der Prümer Bevölkerung über die Verlegung des Krankenhauses aus der Innenstadt auf den Kalvarienberg.
- Patienten bekommen keinen Besuch mehr
- Zu weit außerhalb
- Keine Verbindung zur Stadt
- Nachteile für das örtliche Gewerbe
- Fußweg zu weit etc., etc.
Eine Buslinie wurde eingesetzt, die aber infolge der Motorisierung eingestellt wurde.
Heute schätzt man die sanatoriumähnliche, ruhige Wald-Höhenlage, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Gesundung von großem Wert ist. Auch ist die Stadtbebauung (Kalvarienberg, Tafel) mittlerweile immer näher an das Krankenhaus herangerückt.  
Heinz-Günter Boßmann

Krankenhausstandort Prüm ist unverzichtbar
Bitburg/Prüm/Mainz (red/boß) Die beiden Krankenhausstandorte in Bitburg und in Prüm besuchte kürzlich der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Steinbach zusammen mit Gesundheitsstaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm aus Mainz.
Die beiden "Häuser" stehen auf einer bundesweiten Liste von 120 "unverzichtbaren" Standorten und bekommen damit ab dem kommenden Jahr einen neuen zusätzlichen "Sicherstellungszuschlag". Trotzdem sind die wirtschaftlichen Herausforderungen groß und die Regulatorik anspruchsvoll. Auch die ab Januar 2020 neue Finanzierung der "Pflege am Bett" durch das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) stellt sicher, dass die in den Krankenhäusern anfallenden Pflegepersonalkosten vollständig von den Kostenträgern finanziert werden.

Seitens der Landespolitik werden auch weiterhin alle Möglichkeiten der Unterstützung angeboten. An beiden Standorten sollen kurz- und mittelfristig mit der Investitionsförderung des Landes die OP-Trakte umgebaut und modernisiert werden. Zusätzlich wird am Standort Prüm der Brandschutz optimiert.
Es wurden bei dem Treffen auch kritische Themen und Entwicklungen angesprochen und diskutiert.

SPD Presse

Fotos Archiv INPUT-Medien: Teilabriss des alten Krankenhauses vor dem Umbau zur Verbandsgemeindeverwaltung
Foto Lambert Peters: Das alte Prümer Krankenhaus in den 50er Jahren
Neubau auf dem Kalvarienberg