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24.09.2019

Das Schönecker „Klösterchen“ wartet immer noch auf den Abschluss der Abrissarbeiten

Schönecken (boß) Wer den Bau der Hochmoselbrücke Ürzig – Rachtig in den letzten Jahren verfolgt hat, kann wahrlich das Lied eines „Rutschhanges“ auf der Eifelseite singen. So kam auch der Abriss

des ehemaligen „Klösterchens“ in Schönecken ins Stocken, da die Stabilität des dahinterliegenden Hanges gefährdet ist.
Aber das meiste ist bereits gemacht und die restlichen Gemäuer warten auf die Fortsetzung. Das denkmalgeschützte Haupthaus mit Kapelle von ca. 1800 soll – wie ebenfalls das benachbarte und seit vielen Jahren leerstehende Praxis-Wohnhaus von Sanitätsrat Dr. Schreiber – stehenbleiben.

Bereits im Jahr 1897 zogen nach einem Umbau Schwestern des Vinzentinerinnenordens in das „Klösterchen“ ein. Sie nutzten es – wie in vielen Orten in der Eifel üblich – zunächst als kleines Krankenhaus mit Entbindungsstation. Viele Schönecker erblickten hier das Licht der Welt.
Später wurde das Haus in ein Heim für geistig behinderte Kinder umgewandelt. Zeitweise lebten hier bis zu 80 Menschen, die sich mit eigener Landwirtschaft selbst versorgten.

Weil der Orden kein Geld für eine Renovierung hatte, wurde da Kloster 1981 aufgegeben. Für die jahrzehntelange, aufopferungsvolle Arbeit der Vinzentinerinnen wurde ihnen bereits vor einigen Jahren in der Nähe ein Denkmal gesetzt. 

Die Gebäude hatten dann verschiedene Besitzerwechsel zu verzeichnen, wodurch aber keine sinnvolle Nutzung zustande kam. Dann kaufte vor einigen Jahren die Gemeinde die historische Anlage und will dem ortsprägenden Ensemble eine neue Zukunft sichern.

Heinz-Günter Boßmann

Fotogalerie

Fotos Heinz-Günter Boßmann: Teilabris vor dem "Rutschhang"
Ehemaliges Wohnhaus der Kinder mit Giebel Haupthaus
Denkmalgeschütztes Haupthaus von 1801
Abrissarbeiten links des Haupthauses
Ehemaliges Praxishaus Sanitätrat Dr. Schreiber
Denkmal
Im Schatten der Burg