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26.09.2019

Dechant-Josef-Zilliken-Weg wird am 27.9. auf dem Kalvarienberg eigeweiht

Prüm (red) Die offizielle Einweihung des Dechant-Josef-Zilliken-Wegs findet am Freitag, 27.09.2019, um 15 Uhr unmittelbar am Gedenkstein unterhalb der Kalvarienbergkapelle statt. Dort verläuft

auch der Weg um das Gotteshaus.
Auf Initiative der Journalisten Hilde Boßmann aus Prüm und Joachim Schröder aus Pronsfeld in „Hildes Eifel-Blog“ bei PRÜM AKTUELL (siehe unten) brachte die Kirchenführerin und Kommunalpolitikerin Monika Rolef einen Antrag in den Stadtrat ein. „Dieser war gerne bereit, Dechant Zilliken mit einem eigenen Weg zu ehren“, so Stadtbürgermeister Johannes Reuschen, „und ihn somit wieder in unser aller Gedächtnis zu bringen. Dank der Kontakte und Bemühungen meiner Amtsvorgängerin Mathilde Weinandy“, so Reuschen, „und natürlich auch dank der Stiftung der St.-Matthias-Bruderschaft Mayen kann gleichzeitig ein Gedenkstein eingeweiht werden.

Mit der Stele aus Mayener Basalt wird die Brücke zu dem in Mayen geborenen (17.09.1872) Priester geschlagen.

Im Februar 1922 wurde Zilliken zum Pfarrer von Prüm und im gleichen Jahr auch zum Dechanten ernannt. Bereits 1932 war er in Predigten gegen den Rechtsradikalismus eingetreten und hatte sich dadurch die NSDAP zu einem unversöhnlichen Feind gemacht. 1937 übernahm er schließlich die kleine Pfarrei Wassenach. Nach Gefängnis und Konzentrationslager starb er am 3. Oktober 1942 in Dachau.

Bereits seit vielen Jahren erinnert eine Gedenktafel auf dem Priestergrab des Prümer Friedhofs und eine Fototafel in der Prümer Basilika an den Widerstandskämpfer und Märtyrerpriester.

Hintergrund:
Gerade in der heutigen Zeit haben solche symbolischen Akte eine große Bedeutung, da es auch in der Stadt Prüm immer wieder vorkommt, dass Bürger nach der Nachrichtenagentur INPUT-Medien vorliegenden Unterlagen ihre Mitmenschen bei Behörden (Kreisverwaltung, Forstamt, Gerichte pp.) und Institutionen mit Unwahrheiten denunzieren.

Leserbrief: Erfreuliche Nachricht!
Gut gemacht, ihr lieben Prümer! Dass das Projekt "Zilliken" (Namensweg, Stein aus Mayen) so zügig umgesetzt wurde, verdient Respekt und nötigt mir ein DANKE ab. Stadtrat und Ex-Bürgermeisterin Mathilde Weinandy haben bewiesen, dass Dinge auch einmal ganz schnell und unbürokratisch entschieden werden können.
Dechant Zilliken möge sich im Jenseits freuen. Er ist wahrlich seinen irdischen Kreuzweg kraftvoll gegangen und hat eine Erinnerung in dieser besonderen Umgebung mit Krater, Kreuzweg, Kapelle und Bestattungswald als würdigen Ort verdient.
 
Joachim Schröder

Foto Joachim Schröder: Das Straßenschild Dechant-Josef-Zilliken-Weg auf dem Kalvarienberg
Gedenkstein aus Mayener Basalt
Ortstermin von Johannes Reuschen und Monika Rolef
Archiv "Totenzettel-Sammlungen"/Michael Brammertz: Totenzettel aus der NS-Zeit erwähnt Zillikens Todesumstände nicht
Verwitterte Grabplatte "Dechant Josef Zilliken" auf dem Prümer Friedhof