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09.04.2019

So schützen Sie sich vor dem Enkeltrick und falschen Polizisten

Trier/Prüm (red/boß) Beute im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich haben Trickdiebe in der jüngsten Vergangenheit in der Region machen können. Ihre Masche: der Enkeltrick. Was darunter zu verstehen ist,

erklärt die Polizei im Folgenden:
Das Telefon klingelt. Es meldet sich eine angebliche Enkelin oder ein Enkel. "Rate mal, wer hier spricht", sind häufig die ersten Worte der Betrüger. Seien Sie sofort misstrauisch, wenn Ihnen kein Name genannt wird und fragen Sie nach, mit wem sie sprechen. Die psychologisch geschulten Betrüger suchen sich gezielt ältere Menschen aus, die allein leben, um an deren Geld zu gelangen. Vorgetäuscht wird Ihnen ein plötzlich eingetretener Notfall wie beispielsweise ein Autounfall, der sofort den Kauf eines neuen Autos erfordert. Oder der Enkel sitzt gerade beim Notar und benötigt dringend eine hohe Anzahlung, um eine Wohnung zu kaufen. Der "fremde Enkel" bittet Sie, zur Bank zu gehen, den benötigten Betrag abzuheben und es an einen Boten zu übergeben. Er fordert Sie auch auf, mit niemandem darüber zu sprechen!

Unsere Tipps:
   - Sprechen Sie am Telefon auf keinen Fall über Ihre finanzielle Situation.
   - Gehen Sie niemals auf diese Forderungen ein und beenden Sie das Gespräch.
   - Ignorieren Sie erneute Anrufe und rufen Sie nicht die im Telefondisplay angezeigte Telefonnummer zurück.
   - Fragen Sie Verwandte oder vertraute Menschen, ob es den Vorfall tatsächlich gibt.
   - Wählen Sie selbst die Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder die 110.

Eine andere Falle, in die aktuell viele ältere Menschen gelockt werden, ist der Betrug durch falsche Polizisten. Was ist damit gemeint?
Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus. Doch sie haben alles andere als Ihr Wohl im Blick: Sie versuchen, an Ihr Geld und andere Wertgegenstände zu gelangen. Die falschen Polizisten verwickeln Sie gekonnt in ein Gespräch und fragen Sie gezielt nach ihren Vermögensverhältnissen aus. Als Grund nennen die Betrüger, die Polizei hätte in Ihrer Nachbarschaft Einbrecher auf frischer Tat festgenommen und nun den begründeten Verdacht, dass man auch bei Ihnen einbrechen werde. Sie geben vor, Ihr Geld und Ihre Wertgegenstände in Sicherheit bringen zu wollen und schicken Ihnen einen Boten, der dies übernehmen soll.

Unsere Tipps:
   - Beantworten Sie bitte keine Fragen nach Bargeld oder privatem Vermögen.
   - Legen Sie den Telefonhörer auf und informieren Sie die Polizei. Denn: Die Polizei wird sie niemals am Telefon nach Ihren persönlichen Verhältnissen befragen oder um Geld bitten.
   - Rufen Sie nicht die Telefonnummer zurück, die in Ihrem Telefondisplay erscheint - sie ist gefälscht!
   - Händigen Sie keinem Unbekannten Geld oder Wertgegenstände aus.
   - Informieren Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle oder wählen Sie die 110.

Der Enkeltrick und der Betrug durch falsche Polizisten sind nur zwei Varianten, die Gauner Ihnen vorspielen. Es gibt mittlerweile viele weitere Tricks und Maschen, mit denen Betrüger versuchen, Sie über den Tisch zu ziehen. Und leider haben die Straftäter allzu oft Erfolg.
Wichtig: Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und Vertrauten. Wenn Sie selbst ältere Angehörige haben, informieren Sie diese über die Betrugsmaschen.
Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de