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22.03.2019

Leichter Rückgang bei der Kriminalitätsentwicklung im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Prüm

Prüm/Arzfeld/Jünkerath (red/boß) Tüchtig, tüchtig... Die Polizeiinspektion Prüm zieht für das Jahr 2018 erneut eine positive Bilanz in der Kriminalitätsentwicklung. Die Auswertung der Zahlen ergibt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

einen geringfügigen Rückgang der festgestellten Straftaten. Die Zahl ist von 1744 Fällen im Jahr 2017 auf 1730 Fälle in 2018 gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von 14 Fällen oder 0,8 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt mit 73,2 Prozent leicht über der des Vorjahres mit 72,2 Prozent.
Die Häufigkeitszahl (also die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner) als Index für die Kriminalitätsbelastung, liegt für den Bereich der Polizeiinspektion Prüm für das Jahr 2018 bei 3935. Hierbei wurde von einer Bevölkerungszahl von 43970 zum 31.12.2018 ausgegangen. Dies ist landesweit ein sehr niedriger Wert.

Es ist ein deutliches Sinken der Fallzahlen in den Bereichen der einfachen und schweren Diebstähle festzustellen. Bei den Diebstählen insgesamt fielen die Zahlen von 397 auf 271 Fälle. Im Bereich der Roheitsdelikte ist in 2018 dagegen ein Ansteigen der Fallzahlen zu verzeichnen. Bei den Körperverletzungsdelikten ist ein Anstieg der Fallzahlen von 155 Fällen auf 201 Fälle zu verzeichnen. Auch bei den Beleidigungen ist ein Anstieg von 60 auf 103 Fälle eingetreten. Ebenso eine Steigerung bei den Delikten der Gewalt in engen sozialen Beziehungen (GesB) von 42 auf 50 Fälle.

Bei den Vermögensdelikten ist eine Steigerung von 273 Fällen auf 300 Fälle zu registrieren, wobei bei den Betrugsdelikten die Fallzahlen von 162 auf 211 Fälle stiegen. Hinzu kommen noch 233 Fälle (2017: 184 Fälle), bei denen kein Tatort in Deutschland festzustellen ist und die nicht in diese Statistik einfließen. Nach wie vor ist bei den mit Hilfe des Internets verübten Betrugsdelikten ein stetiges Ansteigen der Fallzahlen zu verzeichnen.
Im Bereich der Rauschgiftdelikte blieben die Fallzahlen mit 350 Fällen in 2018 gegenüber 352 Fällen in 2017 etwa konstant

Einzelne Deliktsgruppen Im Bereich der Straftaten gegen das Leben waren im Jahr 2017 zwei Fälle zu verzeichnen, die nicht von der PI Prüm bearbeitet wurden. Im Jahre 2018 war hier kein Fall zu verzeichnen.
Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sanken die Fallzahlen von 17 Fällen im Jahr 2017 auf 10 Fälle im Jahr 2018.
Bei den Gewaltdelikten / Roheitsdelikten zeigt sich ein Anstieg der Fallzahlen auf 278 Fälle. Somit wurde hier der Trend der fallenden Fallzahlen leider gestoppt und erreicht wieder das Niveau vergangener Jahre. 2015 waren es 252 Fälle, 2016 noch 261 Fälle und 2017 nur 221 Fälle. Nun ein Anstieg um 57 Fälle oder 25,8%. Die Aufklärungsquote ist in diesem Bereich nur leicht von 94,1% auf 93,5% gesunken.
Im Bereich der Körperverletzung stiegen die Fallzahlen für gefährliche und schwere Körperverletzung von 18 auf 32 Fälle (2016: 23 Fälle). Die Fallzahlen der vorsätzlich leichten Körperverletzung stiegen von 128 auf 146 Fälle (2016: 157 Fälle). Auch hier werden wieder Zahlen erreicht, die im langjährigen Mittel liegen.
Im Bereich des einfachen Diebstahls sind die Fallzahlen von 198 auf 178 Fälle gesunken, 2016 waren es noch 233 Fälle.
Auch beim Ladendiebstahl sanken die Fallzahlen von 25 Fällen auf 14 Fälle, 2016 waren es noch 41 Fälle. Einfacher Diebstahl aus Warenhäusern: Senkung von 36 auf 20 Fälle. Einfacher Diebstahl aus und an Kraftfahrzeugen: Senkung von 52 auf 32 Fälle, 2016 waren es 39 Fälle.
Bei den einfachen Diebstählen aus Dienst-, Büro, Werkstatt, Lagerräumen blieben die Fallzahlen mit 13 Fällen gleich zum Vorjahr, 2016 waren es 16 Fälle. Bei den einfachen Diebstählen aus Wohnräumen stiegen sie von 15 auf 17 Fälle, 2016 waren es 10 Fälle.

Beim schweren Diebstahl sind die Fallzahlen von 199 auf 93 Fälle gesunken, 2016 waren es noch 218 Fälle. Im Bereich der Einbrüche in Dienst-, und Büroräume etc. fielen die Fallzahlen von 44 Fällen in 2017 auf 11 Fälle in 2018. 2016 waren es noch 45 Fälle. Bei den Einbrüchen in Gaststätten, Hotels pp. sanken sie von 11 auf 9 Fälle (2016: 18 Fälle). Bei den Wohnungseinbrüchen sanken die Fallzahlen deutlich von 38 auf 18 Fälle in 2018 (2016: 74 Fälle). Im Bereich der Tageswohnungseinbrüche sanken die Fallzahlen ebenfalls von 14 auf 5 Fälle, 2016: 17 Fälle. Die Einbrüche aus KFZ blieben mit 16 Fällen in 2017 und 17 Fällen in 2018 etwa gleich. Insgesamt sind die Zahlen hier auf niedrigem Niveau angelangt.

Im Bereich der Einbrüche in Schulen sanken die Fallzahlen von sieben auf drei Fälle, 2016 waren es auch sieben Fälle.

Die Aufklärungsquote im Bereich der schweren Diebstähle insgesamt ist von 35,2% auf 19,4% gesunken. Zum Vergleich: 2015: 15,3%, 2016: 13,3%.. Beim Wohnungseinbruch liegt sie bei 16,7% (2017:7,9%), beim Tageswohnungseinbruch bei 20,0% (2017: 7,1%.).

Die Zahl der Diebstähle insgesamt liegt mit 271 in 2018 um 126 Fälle niedriger als in 2017 (2017: 397 Fälle).

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten stiegen die Fallzahlen von 273 Fällen in 2017 auf 300 Fälle in 2018.

Im Bereich der Betrugsdelikte stiegen die Zahlen von 162 Fällen in 2017 auf 211 Fälle in 2018. 2016 waren es 191 Fälle. Hierbei ist anzumerken, dass alle Straftaten, bei denen ein Tatort in Deutschland nicht verifiziert werden kann, in einer gesonderten Statistik erfasst werden. Diese Zahlen sind hier nicht eingerechnet. Hier kommen noch 233 Fälle für 2018 hinzu. In 2017 waren dies 184 Fälle.

Die sonstigen Straftaten nach Strafgesetzbuch stiegen von 367 Fällen in 2017 auf 418 Fälle in 2018. Im Bereich der Widerstandshandlungen fielen die Zahlen von 7 Fällen auf 6 Fälle. Im Bereich der Beleidigungen stiegen die Fallzahlen von 60 auf 103 Fälle. (2016: 70 Fälle) Die Sachbeschädigungen blieben mit 186 Fällen konstant (2016: 184 Fälle, 2015: 170 Fälle). Bei den Sachbeschädigungen an PKW stiegen die Fallzahlen von 53 auf 63 Fälle
Im Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze (BTMG, AufenthG, WaffG, etc.) fielen die Fallzahlen von 467 im Jahr 2017 auf nunmehr 453 Fälle.
Rauschgiftdelikte fielen von 352 Fällen in 2017 auf 350 Fälle in 2018.

Tatverdächtige nach Alter und Geschlecht: Im Jahre 2018 wurden insgesamt 1173 Tatverdächtigte ermittelt. Hiervon waren 925 Männer (78,86%) und 248 Frauen (21,15%.) 210 Tatverdächtige waren unter 21 Jahre alt. Dies ent-spricht 17,90%.

Nichtdeutsche Tatverdächtige: Von den 1173 ermittelten Tatverdächtigen im Jahre 2018 waren insgesamt 444 Nichtdeutsche (37,9%.). Bei den TV Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden bis 21 Jahre waren von 210 ermittelten Tatverdächtigen 61 nichtdeutsche Tatverdächtige. Dies entspricht an der Gesamtzahl der TV unter 21 Jahre einem Anteil von 29,05%.

Zahlen zu der Belastung einzelner Verbandsgemeinden und Gemeinden: (in Klammern die Zahlen aus 2017, 2016 und 2015)

VG Prüm: 1099 (1182, 1360, 1503) Straftaten Stadt Prüm: 421 (452, 557, 642) Bleialf: 22 (39, 42, 39) Schönecken: 53 (56, 49, 52) Weinsheim: 31 (22, 32, 56)

VG Arzfeld: 237 (219, 258, 384) Straftaten Arzfeld: 28 (21, 35, 46) Daleiden: 22 (30, 31, 28) Waxweiler: 38 (32, 37, 49)

VG Obere Kyll: 394 (343, 344, 435) Straftaten Jünkerath: 193 (139, 142, 147) Lissendorf: 41 (32, 24, 52) Birgel: 18 (18, 11, 10) Stadtkyll: 63 (59,66, 69)

Presse Polizei Prüm
Georg Bührmann und Richard Schleder