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01.06.2018

Im EIFEL-ZOO Lünebach sind mehrere gefährliche Wildtiere infolge Hochwassers ausgebrochen

Lünebach (red/boß) Das Unwetter mit Hochwasser im Prümtal hatte schwerwiegende Folgen für den EIFEL-ZOO Lünebach (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Der Bierbach, ein Nebenbach der Prüm,

überflutete teilweise die 30 Hektar große Anlage mit ihren über 400 Tieren.
Ein Kragenbär brach aus seinem Gehege aus und musste auf einem Baum erschossen werden. Auch zwei Pumas, zwei Tiger und ein Leopard hatte ihre Käfige verlassen, so dass eine große Gefahr ´für Menschen bestand.
Inwieweit sie auch den Park verlassen hatten, ist zurzeit nicht bekannt. Die Bevölkerung in den umliegenden Orten war gewarnt worden.
Gegen 14 Uhr dann die erlösende Nachricht, dass sich alle Raubkatzen in ihren Käfigen befinden.

Dazu die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm:
Die Wildtiere - zwei Tiger, zwei Löwen und ein Jaguar - befinden sich weiterhin in ihren Gehegen und waren auch nicht frei. Ein Bär musste zur Absicherung der anwesenden Personen erschossen werden.
Zurzeit (Freitag, 17 Uhr) sind die Pegelstände rückläufig. Die Zaunanlagen der Gehege werden geprüft. Auch werden die Tiere durch die Polizei sowie einen Tierarzt und die Feuerwehr bewacht. Weiterhin wird geprüft, ob die Tiere in ein anderes Gehege verlegt werden können. Zurzeit läuft eine Klärung, ob dies notwendig wird.

Kommentar
Es war ein traumatischer kalendarischer Sommeranfang. Der 1. Juni 2018 wird in die Annalen vieler Prümtaldörfer eingehen. Von Watzerath bis Minden an der Mündung in die Sauer herrschte der Ausnahmezustand. "Das Unwetter kam am Freitagmorgen wie ein Tsunami durch das Alfbachtal, man konnte die Wellen förmlich hören", so eine fassungslose Anwohnerin in Pronsfeld. Felder waren derart ausgespült auf Grund des Starkregens, dass es nur noch Schneisen der Verwüstung talwärts gab. Besonders die rechten Nebenflüsse der Prüm wurden zu reißenden Strömen, in den Dörfern im Prümtal konnte man nur noch tatenlos zuschauen, so schnell ging alles am Morgen.
Doch die Solidarität der Anwohner, die vielen freiwilligen Helfer und die Hilfskräfte aus allen Teilen der Region konnten das Allerschlimmste verhindern. Menschen kamen nicht zu Schaden. Was den Weidetieren zustieß, ist noch nicht übersehbar. Doch die Lage im Eifelzoo ist bedauernswert. Was hier passierte, ist eine Katastrophe. Genaues lässt sich noch nicht sagen, doch fest steht, dass das Werk des Zoogründers Hans Wallpott, der im letzten Jahr verstarb, eventuell zerstört ist. Zutiefst bedauernswert!
 
Joachim Schröder

 

Archiv INPUT-Medien: Der Kragenbär des Eifelzoos wurde erschossen