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21.01.2020

Sechs Fragen an Stadtbürgermeister Johannes Reuschen

Archivfoto Heinz-Günter Boßmann: Johannes Reuschen im INPUT-Interview

Archivfoto Heinz-Günter Boßmann: Johannes Reuschen im INPUT-Interview

Prüm (boß) Die berühmten „100 Tage“ der Einarbeitung sind natürlich schon lange vorbei. Da sich bereits im Mai für Johannes Reuschen seine Wahl zum Stadtbürgermeister jährt, ist wohl zu Jahresbeginn

die Zeit gekommen, einmal Nachfrage zu halten, was für 2020 so alles geplant ist. Der immer wieder gehörte Satz „jetzt muss er liefern“ macht gelegentlich die Runde durch Prüm.

Dazu  Johannes Reuschen in einem Gespräch mit PRÜM AKTUELL:

Frage PRÜM AKTUELL: Was machen die Planungen für die „Prüm App“?
Johannes Reuschen: „Das Projekt der "Prüm App" schreitet voran. In der Sitzung des Arbeitskreises "Digitales" am 13.01.2020 wurden bereits die ersten Weichen für eine Demoversion gestellt. Diese lasse ich nun konzipieren und dann wird sie dem Arbeitskreis als Arbeitsgrundlage präsentiert.“

Frage: Wie weit ist das Projekt „Nette Toilette“ gediehen?
J.R.: „Das Thema der „netten Toilette“ wird Gegenstand der nächsten Ratssitzung am 28.01.2020 sein. Darüber haben Sie bereits berichtet (siehe unten). Mich würde es sehr freuen, wenn der Rat dem Beschlussvorschlag folgt und die Stadt dann insgesamt 16 teilnehmende Toilettenanlagen in den Flyer und die App aufnehmen könnte."

Frage: Was ist das vorrangige Projekt bzw. Planung für das Jahr 2020?
J.R.: „Im Jahr 2020 stehen primär Infrastrukturinvestitionen im Vordergrund. Die Erschließung des Neubaugebietes "In der Steinertsbach II" (Anmerk.d.Red.: in Verlängerung des Achterweges auf der rechten Seite) sowie der Umbau des "Eifel-Jugendcamps Prüm" (hinter dem Campingplatz) werden Vorrang genießen. Daneben steht noch die Sanierung des Schneifelweges, der Rosenstraße und der Waldstraße auf der Agenda. Im Stadtteil Steinmehlen werden wir mit einer Klarstellungs- und Ergänzungssatzung versuchen, zusätzliche Bauplätze zu schaffen, um Zuzug zu ermöglichen. Weiteren Projekten will ich noch nicht vorgreifen, bis der Rat der Stadt Prüm diese genehmigt hat.“


Modell Eifel-Jugendcamp Prüm

Frage: Wie sieht es mit dem neuen Bauhof in der Prümtalstraße aus?
J.R.: „Der Umzug des Bauhofs von Niederprüm nach Prüm war ein Kraftakt sowohl für den betreuenden Architekten Hans-Günter Wilwers, als auch für meine Kollegen im städtischen Bauhof. Sie haben den Umzug neben der täglichen Arbeit mit viel Engagement und Schaffensfreude umgesetzt. Hierfür bin ich dem Team und Herrn Wilwers sehr dankbar. Nun ist dieser Umzug praktisch abgeschlossen. Lediglich einige Akten der Bauhofleitung werden noch sortiert und in das neue Büro in der Prümtalstr. 14 gebracht. Demnächst werde ich den Arbeitskreis "Bauhof" zu einer Besichtigung des neuen Standortes einladen.“

Der neue Bauhof

Frage: Was macht die Einweihung Prümer Hahnplatz?
J.R.: „Gemeinsam mit dem ausführenden Bauunternehmen bereiten wir aktuell die werkvertragliche Abnahme der Gesamtbaumaßnahme vor. Über eine offizielle Einweihung können wir danach im Stadtrat diskutieren.“


Platz genommen auf dem neuen Hahnplatz

6. Leserfrage: Wie weit sind die Pläne für einen regelmäßigen Markt mit Direktvermarktern auf dem Hahnplatz gediehen?
J.R.:
"Die Märkte haben in der Stadt Prüm eine lange Tradition - im Jahr 2016 feierte Prüm 1.000 Jahre Marktrecht - und erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Ab dem Frühjahr 2020 wird der Krammarkt wieder jeden ersten Mittwoch im Monat auf dem Hahnplatz im Schatten der Basilika stattfinden. Dort soll ebenfalls der "Frischemarkt" etabliert werden.  Aktuell besuchen wir die umliegenden Märkte, um Anbieter für Prüm anzuwerben. Sobald wir genügend Anbieter haben, werden wir den Frischemarkt gründen und auch eigens bewerben. Ich bin überzeugt, dass durch dieses zusätzliche Angebot die Innenstadt belebt und attraktiviert wird. Ich habe auch selbst großes Interesse an der Umsetzung."

Das Interview führte Heinz-Günter Boßmann

Da Johannes Reuschen in Prüm geboren und aufgewachsen ist, hier zur Schule ging, teilweise arbeitete und bereits zwei Legislaturperioden im Stadtrat war, konnte er sich naturgemäß schnell in die Stadtpolitik und –entwicklung einfinden.