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26.03.2020

Offener Brief: IHK Trier macht Mut und gibt Tipps in schwerer Zeit

Archiv INPUT-Medien: IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer wirbt für zusätzliche Hilfen

Archiv INPUT-Medien: IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer wirbt für zusätzliche Hilfen

"In dieser außergewöhnlichen Situation, in der ein Virus die Welt in Atem hält, möchten wir uns persönlich an Sie wenden. Von vielen Mitgliedsbetrieben unserer IHK wissen wir,

wie schwer Sie die Auswirkungen der Corona-Krise treffen. Zu den unmittelbaren Gefahren einer Infektion und den Nebenfolgen der dagegen eingeleiteten innerbetrieblichen Maßnahmen kommen die staatlichen Eingriffe der vergangenen Tage.

Diese weitreichenden Maßnahmen, die Bund, Länder und Kommunen in die Wege geleitet haben, sind richtig und wichtig, denn es geht um die Gesundheit der Menschen, um uns alle. Dennoch stellt die aktuelle Lage unsere Wirtschaft vor enorme, ja existentielle Herausforderungen.

Gaststätten, Geschäfte, öffentliche Räume, Bildungs- und Kultureinrichtungen wurden geschlossen. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet dieser Stillstand einen dramatischen, nicht aufholbaren Verlust. Einnahmen brechen bis zu 100 Prozent weg, Aufträge und Buchungen werden storniert, neue Kunden bleiben aus, Mitarbeiter müssen nach Hause geschickt werden. Das ist ein Ausnahmenzustand, wie wir ihn so noch nicht erlebt haben.

Mit dem erleichterten Kurzarbeitergeld, Steuerstundungen und Hilfsprogrammen der Förderbanken haben Landes- und Bundesregierung erste wichtige Reaktionen eingeleitet. Diese Instrumente werden indessen der Situation vieler Unternehmen nicht gerecht. Wer keine Mitarbeiter hat, kann auch nicht kurzarbeiten und unseren Betrieben ist mit einem Kredit zu marktüblichen Zinsen nicht gedient.

Es müssen weitere, massive Hilfen folgen, von zinslosen Überbrückungskrediten zur Sicherung der Liquidität bis zu direkten, nicht rückzahlbaren Finanzhilfen. Diese Hilfen müssen rasch kommen und sie müssen unbürokratisch gehandhabt werden. Nicht die Furcht vor Mitnahmeeffekten oder Streuverlusten darf das Verfahren bestimmen, sondern der Wille, schnell und wirksam zu helfen, bevor die betroffenen Unternehmen in die Insolvenz abrutschen.

Unsere IHK-Organisation steht im direkten und permanenten Kontakt zur Landes- und Bundesregierung. Sie setzt sich dafür ein, dass jedem betroffenen Unternehmen, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Konzern, die Unterstützung zukommt, die es braucht, um die Krise zu überstehen.

Die IHK Trier informiert Sie tagesaktuell. Bitte nutzen Sie die hierfür eingerichteten Hotlines. Die Telefonnummern finden Sie auf unserer Homepage unter
www.ihk-trier.de/coronavirus.

Wir tun alles, um Sie in der Not zu unterstützen.
Es ist nicht zu leugnen, dass unserer Wirtschaft in Deutschland eine schwere Zeit bevorsteht. Wir möchten allen Unternehmerinnen und Unternehmern Mut machen und Ihnen sagen, dass Sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind und wir Sie nicht alleine lassen werden.
Die IHK Trier ist für Ihre Mitglieder da!

Mit besten Grüßen
Peter Adrian, Präsident
Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer"