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Prüm eifelstark
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22.05.2020

Bericht 22.03.20: Täglich läuten die Glocken der Prümer Basilika um 19.30 Uhr

Prüm (boß) Auch die Glocken der Prümer Basilika läuten zum Gedenken täglich um 19.30 Uhr. Sie rufen zum Gebet in der schwierigen Zeit des Corona-Virus im Wohnzimmer, auf dem Grundstück

 oder auf der Terrasse auf. Man kann auch zum Zeichen der Hoffnung und Solidarität eine Kerze ins Fenster oder in einem Windlicht auf das Grundstück stellen. Besonders ist dabei an die Erkrankten und an die pflegenden und helfenden Berufe zu denken, damit die Pandemie so schnell wie möglich zurückgeht und bald beendet ist.  

Video von Erich Reichertz:

Glocken der Salvator-Basilika Prüm neu.wmv 

     

Heilige Luzia, bitte für uns


Archivfoto Joachim Schröder: Übergabe der gesegneten Luzienfäden von Pater Norbert Tix an die Gläubigen in der Pfarrkirche Brandscheid

Im Zeitalter von Corona kann man es wieder in Erinnerung rufen, denn längst in Vergessenheit geraten ist die Verehrung der Heiligen Luzia bei Seuchenkrankheiten. Als 1811 zwischen Maas und Rhein die „rote Ruhr“ ausbrach, suchte man Zuflucht bei der heiligen Luzia. Sehr lebendig war ihre Verehrung am Niederrhein. Von Kevelaer aus pilgerte man zur Kapelle der Heiligen nach Walbeck (Kreis Kleve).
Gegen die seuchenhaft auftretenden Krankheiten wurden rote Seidenfäden gesegnet. Diese Segnung war insbesondere in der westlichen und südlichen Eifel bis in die 1920er Jahre verbreitet. Zu Ehren der Heiligen wurden die gesegneten Seidenfäden, im Volksmund „Luzienfäden“ genannt, als Schutzmittel gegen alle Epidemien betrachtet. Der Faden wurde um den Hals gelegt und vorne zugeknotet. Man trug ihn während des ganzen Tages und bewahrte ihn im Gebetbuch oder der Brieftasche auf. Männer trugen ihn im Hutband.

Joachim Schröder