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Prüm eifelstark
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01.08.2020

Bericht 24.6.20: A60-Fahrbahnerneuerung und Brückensanierung zwischen Prüm und Winterspelt ab 29.6.

Archiv INPUT-Medien: Die sogenannte "A60" Prüm - belgische Grenze wird saniert und die Umleitung über die anliegenden Gemeinden geleitet

Archiv INPUT-Medien: Die sogenannte "A60" Prüm - belgische Grenze wird saniert und die Umleitung über die anliegenden Gemeinden geleitet

Prüm/Bleialf/Winterspelt (red/boß) Ab 29. Juni beginnt der Landesbetrieb Mobilität, Autobahnamt Montabaur, mit der Sanierung der Fahrbahn im Zuge des nicht vierspurig ausgebauten, 17 km langen Teilstücks der A 60

zwischen den Anschlussstellen (AS) Prüm und Winterspelt. Es ist in beiden Fahrtrichtungen vorgesehen, die Deck- und Binderschicht der Fahrbahn zu erneuern. Die Arbeiten sollen im Oktober 2020 abgeschlossen sein.
Zur Durchführung der Bauarbeiten ist die zeitweise Sperrung der Anschlussstelle Bleialf erforderlich. 
Die vorbereitenden Arbeiten beginnen am Montag, dem 29. Juni 2020, mit dem Aufbau der Baustellenverkehrsführung. Hierzu werden mobile Stahlschutzwände als Trennung zwischen Baustelle und Verkehr der A 60 aufgebaut, um die Verkehrsteilnehmer als auch die Arbeiter im Baustellenbereich zu schützen.
Der Aufbau dieser Schutzwände erfolgt unter Vollsperrung der A 60 für den Abschnitt AS Winterspelt bis AS Bleialf vom 29.06. bis 03.07.2020 und für den Abschnitt AS Bleialf bis AS Prüm vom 06.07. bis 10.07.20.
Folgende Umleitungen sind für den Verkehr vorgesehen:
für den Abschnitt Winterspelt bis Bleialf: U2; Bleialf bis Winterspelt: U15
für den Abschnitt Bleialf bis Prüm: U4; Prüm bis Bleialf U13
Die Bauarbeiten an der Fahrbahn sind in mehrere Bauphasen eingeteilt.
Während der Bauarbeiten bleibt der Verkehr in jeweils einer Fahrtrichtung auf der A 60, während der Verkehr in der anderen Fahrtrichtung über die oben genannten Bedarfsumleitungen geführt wird. Die auf der Autobahn verbleibende Fahrspur wird den Bauabläufen entsprechend angepasst und wechselt je nach Baufortschritt.
Im ersten Bauabschnitt wird der Verkehr für die Fahrtrichtung Belgien zwischen den AS Prüm und Bleialf über die U13 geführt. Die Umleitung zwischen den AS Bleialf und Winterspelt erfolgt über die U15. Im späteren Verlauf der Streckensanierung für die Fahrtrichtung Wittlich erfolgt die Umleitung von der AS Winterspelt bis AS Bleialf über die U2 und von der AS Bleialf bis zur AS Prüm über die U4.
Gleichzeitig wird die Talbrücke Ihren im Bereich der AS Winterspelt instandgesetzt. Diese Brücke besteht aus zwei nebeneinanderliegenden Teilbauwerken. Im Jahr 2020 wird das erste Teilbauwerk in Fahrtrichtung Belgien saniert. Nach der Winterpause wird im Jahr 2021 das zweite Teilbauwerk in Richtung Wittlich saniert.
Die Kosten der Baumaßnahme, die vom Bund übernommen werden, verteilen sich auf 3,5 Millionen Euro für die Fahrbahnsanierung, 3 Millionen für die beiden Brückenbauwerke und 500.000 Euro entfallen auf die Verkehrsführung.
Für die unvermeidlichen Verkehrsbeeinträchtigungen, insbesondere in der Umleitungsstrecke, bittet das Autobahnamt Montabaur die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Presse LBM

31.07.2020: Offener Brief von Hubert Tautges aus Winterspelt zur A60 Winterspelt-Prüm - Ausbau als Autobahn unverzüglich
Vollsperrung der A 60 seit drei Wochen und keine Arbeiten/Arbeiter auf dem Teilstück Weißenhof – Prüm zu sehen. Verkehrschaos durch sehr hohes Verkehrsaufkommen in den von unzähligen Umleitungen betroffenen Dörfern, veranlassen mich erneut, auf die katastrophalen Zustände der Straßen in unserer Region hinzuweisen und den Finger in die Wunde zu legen. Ein Flickenteppich an halbfertigen Teilstücken, die aber sehr stark befahren sind, zieht sich durch die Eifel. Ein Irrsinn ist, dass bei solchen Reparaturmaßnahmen oder Unfällen auf der A 60 zwischen Winterspelt und Prüm - aber auch auf der B 51 zwischen Olzheim und der A 60 - der Verkehr über die Dörfer umgeleitet wird und sich dann, besonders durch den starken Schwerlastverkehr, die Verkehrsteilnehmer wochenlang im Schneckentempo über die oft sehr maroden und engen Landstraßen bewegen müssen. Die betroffene Bevölkerung ist entsprechend wütend und ich fürchte, dass bei den kommenden Wahlen die Quittung erteilt wird.
Würden die A 60 als Autobahn und B 51 autobahnähnlich ausgebaut, könnte im Bedarfsfall der Verkehr auf diesen Trassen umgeleitet werden und die Folgekosten von Umleitungen für die Reparatur der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden eingespart und die Bevölkerung in den betroffenen Dörfern von den Belästigungen und Gefahren durch das hohe Verkehrsaufkommen verschont. In den meisten Regionen in Deutschland, außer in der Eifel, sind selbst Bundesstraßen autobahnähnlich ausgebaut.
Die von uns gewählten Politiker in Berlin und Mainz sind aufgerufen, sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Eifelstraßen einzusetzen, die dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, und hier besonders dem Schwerlastverkehr, gerecht werden. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich 20 Jahre hinter den erforderlichen Straßen-Baumaßnahmen zurück – gleiches gilt für die Bahntrassen.
Die hohen Geschwindigkeiten, die allzu oft auf den “langen Geraden“ der A60 und B51, insbesondere Bitburg-Trier, gefahren werden, haben bei Unfällen im Begegnungsverkehr besonders schlimme Folgen, da ja die schützenden Mittelleitplanken fehlen. Fatal ist auch, dass viele Fahrer, die von der Autobahn aus Belgien oder der A 60 aus Richtung Bitburg kommen, oft im Kopf nicht "umschalten", dass man plötzlich auf einer “Eifeler Landstraße“ im Schneckentempo fahren soll.
Die Ersthelfer von DRK, Feuerwehr und Polizei müssen immer wieder die Toten und Schwerverletzten bergen und brauchen lange, um das Erlebte zu verarbeiten.
Menschen, die bisher dort bei Verkehrsunfällen gestorben sind, könnten noch leben. Schwerverletzte, die  lebenslang unter den Folgen leiden müssen, könnten noch als gesunde Menschen am täglichen Leben teilnehmen, hätte man die A 60 komplett als Autobahn fertiggestellt. Das gleiche gilt für die B51 von Stadtkyll - Olzheim - Prüm zur A 60 und die B51 zwischen Bitburg und Trier.
Lösung und Forderung: Vierspuriger Ausbau der A60 Winterspelt – Prüm, zumal seit der Eröffnung des Hochmoselüberganges der Verkehr nochmal zugenommen hat. Lückenschluss der A1 und bedarfsgerechter Ausbau der B 51 in der Eifel.
Nicht das angeblich zu geringe Verkehrsaufkommen bewerten, sondern die viel zu hohe Zahl der Toten und Verletzten.