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25.02.2019

3 Fragen an Bürgermeisterkandidat Johannes Reuschen

Prüm (boß) Bis zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wird noch einige Zeit ins Land gehen. Aber bereits jetzt warf das Stadtratsmitglied Johannes Reuschen von der Prümer Bürgerbewegung (PBB) seinen Hut in den Ring

und stellte sich den Fragen von PRÜM AKTUELL

PRÜM AKTUELL: Was hat Sie motiviert, sich für das Amt des Stadtbürgermeisters von Prüm zu bewerben?

Johannes Reuschen: Seit beinahe 10 Jahren sitze ich als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und setze mich für die Entwicklung meiner Heimatstadt ein. In dieser Zeit konnte ich viele interessante Projekte unterstützen und einige sogar selbst entwickeln. Aber nun ist es für mich an der Zeit, selbst die Verantwortung für die Stadt zu übernehmen. Ich möchte als erster Ansprechpartner für die Gestaltung der Stadt und der Ortsteile zuständig sein.

PA: Welches sind für Sie die vorrangigen Ziele für die Zukunft der Stadt Prüm?
 
JR: Im Wesentlichen geht es mir um zwei Aufgabenfelder: um technisch-wirtschaftliche Maßnahmen auf der einen und um ein WIR-Gefühl auf der anderen Seite.
Ich möchte darauf hinwirken, die Leerstände zu verringern, Firmenübergaben zu erleichtern, ein Kunden- und Gästeleitsystem zu entwickeln, den Krankenhausstandort zu sichern, ein Vertragsmanagement für städtische Mobilien und Immobilien zu etablieren, eine umfangreiche Digitalisierung herbeizuführen (inklusive Internetauftritt, Imagefilmen und der Prüm-App). Außerdem könnte ich mir gegen den Ärztemangel beispielsweise eine Art Stipendium für Medizinstudenten vorstellen, die sich verpflichten, in unserer Region zu praktizieren. Weiterhin möchte ich neues Gewerbe, aber genauso neue Einwohner gewinnen. Hierzu könnte zum einen ein neues Gewerbegebiet entwickelt werden und andererseits könnte es eine Art Baugeld des Bürgermeisters für Familien geben.
Genauso wichtig ist mir jedoch das sogenannte WIR-Gefühl. Auch hier haben wir heute bereits einen tollen Zusammenhalt unter den Vereinen und den Einwohnerinnen und Einwohnern. Die meisten wissen, was sie an unserer schönen Region haben und kennen die unzähligen Angebote. Beinahe für jedes Hobby und jede Leidenschaft haben wir einen Verein. Außerdem gibt es Literatur-, Geschichts-, Sport und Musikveranstaltungen. Wir haben starke Kirchengemeinden und eine einzigartige Historie. Es gibt alle Geschäfte, Schwimmbäder, ein Kino, eine Volkshochschule, zahlreiche Fördervereine und noch vieles mehr. Unmöglich, hier all unsere Stärken aufzuzählen. Ich möchte nur noch erreichen, dass wir diese Stärken auch selbstbewusst nach außen tragen und aufzeigen, wie schön man hier bei uns lebt. Ich bin überzeugt, durch ein selbstbewusstes WIR-Gefühl, können wir neue Einwohner gewinnen und andere am Wegziehen hindern.
 
PA: Was müsste nach dem heutigen Stand sofort geändert werden und was würden Sie unverzüglichmachen, wenn Sie die Wahl gewinnen?
 
JR: In den Jahren im Stadtrat habe ich gelernt, dass man nicht einfach schnell irgendetwas so ändern kann, wie man es selbst gerne hätte. Vielmehr gilt es, bei einem Entscheidungsprozess alle Beteiligten zu hören und dann erst abschließend zu handeln. Was ich aber schnellstmöglich auf den Weg bringen würde, wäre sicherlich die Etablierung der Prüm-App.

Das Interview führte Heinz-Günter Boßmann
 
Kurz-Vita:

Ich bin im Februar 1987 in Prüm geboren und habe dort auch eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten - Fachrichtung Landes- und Kommunalverwaltung - absolviert. Danach arbeitete ich zwei Jahre bei der Stadtverwaltung Trier und lebte auch dort. Durch den Wehrersatzdienst als Rettungssanitäter beim DRK Prüm wurde diese Tätigkeit unterbrochen. Dann entschloss ich mich, nicht zurück zur Stadtverwaltung zu gehen, sondern in Köln Jura zu studieren.
Mittlerweile führe ich als Jurist eine Studie zum Thema "Angriffe gegen Rettungskräfte" an der Universität zu Köln durch, die gleichzeitig Basis meiner Dissertation sein wird. Ich bin ledig, lebe aber mit meiner Freundin zusammen in einem kleinen Haus in der Waldstraße in Prüm.

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    Prümer Basilika mit Teil des ehemaligen Abteigebäudes

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    Foto Peter Bambach: 
    Panoramabild vom winterlichen Prüm aus der Vogelperspektive
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