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15.07.2018 - 15.07.2018

Gebetsstunde aus Anlass der schweren Explosionskatastrophe vom Jahre 1949

Am Sonntag, 15.07.2017, findet um 14.30 Uhr in der Dreiärztekapelle der Basilika eine Gebetsstunde aus Anlass der schweren Explosionskatastrophe vom Jahre 1949 statt.

 

Vor 67 Jahren ereignete sich die Explosionskatastrophe auf dem Kalvarienberg und forderte 12 Tote und 60 Verletzte - mit Fotogalerie

Prüm (boß) Der »Schwarze Freitag« von Prüm wird unvergessen bleiben. Vor 69 Jahren, am 15. Juli 1949 gegen 20.20 Uhr, explodierten im Stollensystem auf dem 569 m hohen Kalvarienberg 500 Tonnen Sprengmunition und verwandelten innerhalb von Sekunden die nach Kriegszerstörung im Aufbau befindliche Stadt in ein Trümmerfeld.

Traurige Bilanz: 12 Tote, 60 Verletzte, 237 zerstörte bzw. beschädigte Häuser und rund 1000 Obdachlose.
Das tragische Ereignis brachte das Eifelstädtchen europaweit in die Schlagzeilen der Medien Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen. Nicht auszudenken jedoch, was passiert wäre, wenn die örtliche Gendarmerie nicht vorausschauend beim ersten Anzeichen eines Stollenbrandes ca. eine Stunde vor der großen Explosion die Bevölkerung gewarnt und die Stadt rechtzeitig evakuiert hätte. Allerdings kamen nicht alle der Aufforderung zur Räumung nach.
250 000 cbm Schuttmassen wurden in die Luft geschleudert und verdunkelten die Stadt für 20 Minuten. Feinster Staub ging noch in der 20 Kilometer entfernten Stadt Gerolstein nieder. Die Detonation wurde sogar in Trier und Koblenz gehört, und die Erdbebenwarte in Stuttgart registrierte die Erschütterungen.

Die Katastrophe von Prüm hatte eine große Hilfswelle in der gesamten Region und im benachbarten Belgien und Luxemburg ausgelöst. Insgesamt 3,7 Mio. Mark wurden an die Geschädigten ausgezahlt, die teilweise Hab und Gut verloren hatten und vor dem Nichts standen. Dies geschah nur fünf Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, wo unter der Bevölkerung noch große Armut herrschte und die Stadt im Wiederaufbau war. 
Die Toten wurden durch ein Staatsbegräbnis mit dem Trierer Erzbischof Dr. Franz Rudolf Bornewasser und dem damaligen Ministerpräsidenten Peter Altmeier geehrt. Darunter war auch das Prümer Original "Zimmers Kättchen", die immer wieder erzählt hatte, dass sie von einem Bischof beerdigt werden würde. Ihr zur Erinnerung steht heute noch ein Gedenkstein auf dem Prümer Friedhof.
Ob der Vorfall in dem französischen Munitionsbunker ein Unglücksfall oder Sabotage war, ist bis zum heutigen Tage nicht geklärt. Seinerzeit wurde der damalige Verteidigungminister Rudolf Scharping bei einem Besuch in Prüm von der Nachrichtenagentur INPUT-Medien gebeten, dem ungelösten Fall in Frankreich nachzugehen. Auch diese Recherchen auf höchster Ebene verliefen ohne greifbares Ergebnis.
Schon lange vor der Katastrophe hatten die Einwohner und Behörden von Prüm bei der französischen Besatzungsmacht reklamiert, daß die Lagerung von über 500 Tonnen Sprengstoff eine große Gefahr für die Bevölkerung bedeute.
Die beiden 110 und 80 Meter langen und 4,30 Meter breiten, zusammenhängenden Stollen waren 1939 für den Westwall gebaut worden. Nach Kriegsende wurde hier Sprengstoff eingelagert, um die Westwall-Bunker im Grenzland wieder zu sprengen.
Über dem großen und teils bewachsenen Krater erhebt sich ein hohes steinernes Mahnkreuz mit der Aufschrift »Diene der Versöhnung und dem Frieden - zur Erinnerung an die Explosionskatastrophe am 15. Juli 1949«. Unterhalb im Park befindet sich ein 1983 errichteter Nachbau der zerstörten Kalvarienbergkapelle und ein moderner Kreuzweg.

Heinz Günter Boßmann

Aus dem Bundesarchiv:
https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583649?q=pr%C3%BCm

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